Am 12. April öffnet am Lohseplatz in der Hamburger Hafencity das Auto-Museum Protoyp. Zwei Hamburger zeigen auf drei Etagen Porsche-Raritäten aus ihrer Sammlung und ausgesuchte Zeugnisse deutscher Ingenieurskunst.
Es begann Anfang der 90er Jahre mit einem verrosteten VW Kübelwagen, den die damaligen Studenten Thomas König und Oliver Schmidt für 500 Mark kauften. Danach erwarben sie das Wrack eines 356er-Porsche, den sie in mühevoller Eigenarbeit wieder rekonstruierten. Die beiden Freunde hatten Blut geleckt: Sie sammelten weitere Oldtimer, zunächst bevorzugt Porsches vom Typ 356. So entstand eine heute rund 50 Fahrzeuge umfassende Sammlung, von der nun ein Teil im neuen Protoyp-Museum zugänglich gemacht wird.
Nicht nur die Leidenschaft für Automobile verbindet Schmidt und König: Der 34-jährige Kaufmann und der 36-jährige Architekt sind mittlerweile Geschäftspartner und arbeiten mit ihrem Büro "König Haus" als Projektentwickler speziell von denkmalgeschützten Immobilien. Zu den von ihnen betreuten Objekten zählt auch ein Gebäudekomplex zwischen Lohseplatz und Shanghai-Allee, der Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet wurde und der New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie als Fabrik diente. Es ist eines der letzten Architekturdenkmäler am ehemaligen Hannoverschen Güterbahnhof im Gebiet der östlichen Hafencity.
Noch kapitulieren hier die automobilen Navigationssysteme, fast wöchentlich ändern sich Beschilderungen, werden Straßen zu Sackgassen oder Einbahnstraßen. Umgeben von Baukränen und scheinbar ins Leere laufenden, gerade fertig gestellten Straßen steht der backsteinerne Industriekomplex, den König und Schmidt in Anspielung auf die historischen Werksnamen zur "KulturCompagnie" umbenannt haben.
Dort befindet sich König und Schmidts Firmenloft, in drei darunter liegenden Stockwerken haben sie ihr neues Prototyp-Museum eingerichtet. Auch die weiteren Teile des Industriebaus mit seiner typischen Backsteinfassade sollen sukzessive für weitere kulturellere Nutzungen umgebaut werden.
Einen Vorgeschmack darauf bieten die unterschiedlich gestalteten Etagen des Auto-Museums: Die Keller mit teilweise offen gelegten Ziegelsteinbögen und Wandelementen aus brüniertem Stahlblech
sollen für Fotoausstellungen, einen Bar-Bereich und als Event-Fläche genutzt werden. Das grau gehaltene Erdgeschoss mit frei stehenden Stahlträgern wird wechselnde Ausstellungen mit Leihgaben
präsentieren – etwa von Auto Tradition, der Klassikabteilung von Audi.
Ein weißes Cabrio der Karosseriebauer Dannenhauer und Stauss, Baujahr 1953
Ein Volkhart Sagita VZ, der als Einzelstück zwischen 1944 und 1948 gebaut wurde
Und im durchgängig weiß gestalteten ersten Obergeschoss steht die automobilen Schätze von König und Schmidt. Sie zeigen nur einen Teil ihrer Sammlung, weitere 25 Wagen stehen nach wie vor in einer Garage. Die beiden haben sich das Credo der Architekturlegende Mies van de Rohe zu Eigen gemacht, wonach weniger mehr ist: "Warum sollen wir alle unsere 15 Porsche vom Typ 356 zeigen? Zu viele Dubletten langweilen doch nur. Lieber einen Wagen weniger, aber dafür mehr Platz, um ihn von allen Seiten betrachten zu können."
Seit Jahren haben die beiden Freunde Oldtimer-Museen besichtigt, um zu sehen, wie sie es genau nicht machen wollten. Schmidt: "Entweder waren die Sammlungen zu privat, vollgestellte Hallen mit dem Charme von Garagen und dekoriert mit historisch kostümierten Schaufensterpuppen, oder man bekam bei Werksmuseen das Gefühl, sich am Ausgang einen Neuwagen bestellen zu müssen."
Tatsächlich fehlen im Prototyp-Museum die überladenen Schautafeln, stattdessen zeigen in den Boden eingelassene Monitore Bilder und Filme zu den Exponaten. Zudem bieten drei
Touchscreen-Bildschirmplätze ein virtuelles Rennsport- und Technik-Archiv, in einer schallisolierten Zelle laufen Motorsportfilme, und es gibt einen Fahrsimulator, natürlich in der Karosserie
eines Porsche 356 Cabrios.
Warum der Museumsname Prototyp, der für die Vorstufe eines Serienmodells steht? Die beiden Sammler unisono: "Wir zeigen alte Autos, aber wollen nicht das zigste Oldtimer-Museum sein und uns auch bewusst nicht festlegen, etwa als 'größte Porsche-Sammlung nördlich von Zuffenhausen'. Denkbar wären auch temporäre Ausstellungen über moderne Motorenkonzepte oder Designstudien."
Tatsächlich stehen in der Eröffnungsausstellung zwei Formel-1-Boliden aus den 90er-Jahren neben einer Audi-Flunder R8R der Le-Mans-Prototypen-Klasse (1998) und dem Eigenbau-Silberpfeil von Petermax Müller (1948). Jedes dieser Exponate steht für deutsche Rennsport-Geschichte. So erinnert ein 1991er-Jordan-Ford an den ersten Auftritt von Michael Schumacher in der Formel 1. Mit diesem Wagen kam Schumacher 1991 in Spa-Francorchamps nach einem sensationellen siebten Platz im Qualifying wegen eines Kupplungsschadens nur 500 Meter weit, aber noch vor Rennende hatte ihn Benetton-Rennleiter Flavio Briatore unter Vertrag genommen.
Interessant sind auch die Geschichten der Konstrukteure, zum Beispiel die des Deutschen Petermax Müller: Auf Basis eines Kübelwagens baute er mit einfachsten Nachkriegsmitteln seinen Stromlinienwagen aus Flugzeugaluminium und einem auf 78 PS frisiertem Käfer-Motor. Damit errang er acht Weltrekorde und 22 Rennsiege, darunter einen beim historischen Hamburger Stadtparkrennen.
Zur Eröffnung zeigt eine Ausstellung die Ergebnisse eines Wettbewerbs unter sieben deutschen Fotografen, die mit einem Auto aus der Sammlung einen Tag lang in den Museumsräumen ihre Ideen umsetzen konnten. Die konsequente Liebe zum Weniger-ist-mehr ist in jedem Detail zu erkennen, selbst für Freunde historischer Industriearchitektur lohnt sich ein Besuch.
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Durch ehrliche und seriöse Geschäftspraktik haben wir das Vertrauen unserer Kunden dauerhaft gewinnen können. Das richtige Engagement und die
leidenschaftliche Ausübung unserer Tätigkeit, sowie die außergewöhnliche und vielseitige Sortimentszusammenstellung, brachte uns den gewünschten Erfolg.
Der Anfang:
Als der Auto Salon Singen von Fridolin Koltes 1985 „offiziell“ gegründet wurde, war der Autohandel bereits schon einige Jahre im vollen Gange. Von Anfang an hatte man sich darauf konzentriert,
nur mit besonders gepflegten und begehrten Autos zu handeln, die am Markt nicht so einfach zu bekommen waren.
Fridolin Koltes war sich darüber im Klaren, dass unsere Käuferklientel nicht so breit gestreut sein konnte, wie die „breite Masse“ für Gebrauchsfahrzeuge. Daher stand die Kundenzufriedenheit beim
Auto-Salon-Singen von Anfang an immer an oberster Stelle. Die wichtigste Werbung für unser Haus war und ist auch noch heute die Weiterempfehlung durch zufriedenen Kunden.
Bereits die Eröffnung des Auto-Salon-Singen war für Fridolin Koltes ein Erfolg. Ein Sortiments-Mix aus ca. 50 Fahrzeugen verschiedenster Marken und Modelle, stellte ein wirkliches Highlight
dar.
Von Jahr zu Jahr steigerten sich die Ansprüche hinsichtlich der Qualität und das Niveau des Sortiments. Zudem konnten die Kontakte weltweit ausgebaut und vertieft werden. Schnell sprach sich
herum, dass der Auto-Salon-Singen nicht nur eigene Fahrzeuge verkauft, sondern auch eine Dienstleistung anbot – den Verkauf von Fahrzeugen im Kundenauftrag.
Diese besondere Dienstleistung praktizieren wir bis zum heutigen Tag. Das Resultat: Wir können aktuell rund 1000 Fahrzeuge anbieten, davon bis zu 200 Fahrzeuge, die wir auf unserem Firmengelände
präsentieren können.
Um das gewaltige Sortimentsangebot und die Kundenkontakte adäquat verwalten zu können, wurde das hauseigene ALC-Programm entwickelt (Auto Logistik Communication). Diese Software steuert und
verwaltet die gesamten geschäftlichen Aktivitäten unseres Unternehmens.
Fridolin Koltes
In Memoriam
Michael Koltes
Geschäftsführer
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